Menu
Suchen

Gespannte Erwartungen in der Flensburger Bürgerhalle

Gespannte Erwartungen in der Flensburger Bürgerhalle

34. Queisser-Seniorenpreisverleihung im Rathaus

Es ist ein Klassiker im Flensburger Ehrenamtsbereich. Bereits zum 37. Mal wurde der Queisser-Seniorenpreis für Verdienste für ehrenamtliches Engagement verliehen. Ins Leben gerufen und gestiftet wurde der Preis bereits 1987. Der Anlass war der Umzug der Firma Queisser Pharma vom damaligem Firmensitz in Essen(NRW) zum heutigen Standort Flensburg.
Die Bürgerhalle im Flensburger Rathaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben den Gastgebern, unter anderem die Geschäftsleitung und Mitarbeiter der Firma Queisser Pharma, waren Vertreter und Abordnungen der Stadt, der Verwaltung und diversen Organisationen und Vereine mit dem Schwerpunkt Soziales und Seniorenarbeit sowie natürlichzahlreiche Senioren der Einladung gefolgt. Schließlich wollte man miterleben, welche Senioren in diesem Jahr von der Jury ausgewählt und für preiswürdig erachtet wurden.
Die Jury, bestehend aus Dr. Michaela Oesser, Geschäftsführerin ADS Grenzfriedensbund, Pastor Johannes Ahrens, Stadtpastor in Flensburg, Horst Bendixen, ehem. Fachbereichsleiter Jugend, Soziales, Gesundheit im Flensburger Rathaus, sowie die beiden Geschäftsführer der Firma Queisser Pharma GmbH Jan K. Kuskowski und Axel Kaempfe, hatten es sich nicht leicht gemacht, aus der Vielzahl der Vorschläge in diesem Jahr wiederum verdienstvolle Preisträger zu benennen. Schließlich wird der Queisser-Seniorenpreis bezogen auf die Firmenmarke Doppelherz zweimal vergeben und ist jeweils mit 3000 Euro dotiert.
Die Spannung in der Bürgerhalle stieg zusehends bei den Anwesenden. Doch bevor die Namen der diesjährigen Preisträger bekannt gegeben wurden, gab es noch eine Musikeinlage. Das Duo„2forU“ mit Michel Nitschke(Gesang) und Andreas Lübchow (Klavier) sorgte für die entsprechende Einstimmung auf die Bekanntgabe der Preisträger 2018. Geschäftsführer Jan K. Kukowski löste schließlich auf, Ladies first: Preisträgerin 2018: Irmgard Jürgensen und Preisträger 2018: Eike Fischer. Lang anhaltender Applaus zeigte, dass die Jury offensichtlich die richtige Wahl getroffen hatte.
Irmgard Jürgensen, schon immer der Musik und dem Gesang verbunden, gründete als berufliche Ruheständlerin2008 den „Chor 60plus“und erntete sofort großen Zuspruch bei ihren Altersgenossinnen und Sangesbrüdern. Normalerweise endet ja oftmals die aktive Mitgliedschaft in einem Chor mit 60 Jahren. Aber nicht bei Irmgard Jürgensen, da wird durchgestartet. Allerdings, sie selbst nutzte jetzt die zehn Jahre als Chorleiterin, um die Geschicke in jüngere Hände zu übergeben. Schließlich war und ist ihr Chor für die Mitglieder auch eine gemeinsame Freizeitgestaltung, quasi eine „Chorgesangsfamilie“. Das betonte auch Pröpstin Carmen Rahlf in ihrem Laudatio auf die Preisträgerin Irmgard Jürgensen.
Eike Fischer, der männliche Preisträger des Queisser-Seniorenpreis 2018 blickte auf eine interessante berufliche Laufbahn zurück, die ihn von Ostfriesland über Bremen mit einer Verwaltungslehre und dann einem „Spurwechsel“ in Hamburg zum Diplom-Bibliothekar führte. In Flensburg übernahm er die Öffentlichkeitsarbeit in der Büchereizentrale. Mit neuen Ideen, zum Beispiel der Kinder-Buch-Wochen wurden neue Lesergruppen angesprochen, aber auch der Kinder-Buch-Preis geht unter anderem auf seine Initiative zurück, ebenso der Förderverein der Stadt-Bibliothek, sowie diverse Vorlesungen, das Lesepatenprojekt, etliche Bücherflohmärkte und Bücherbasare, aber auch die Flensburger-Lesewelle und nicht zu vergessen, die Einrichtung Bücherbusservice. „Alle diese Veranstaltungen tragen den Stempel von Eike Fischer“, betonte Dr. Michaela Oesser in ihrer Laudation auf den Preisträger. (ulz)